Category Archives: Städte

Lust auf ein Alsterwasser?!

Wer gerne ein Alsterwasser oder Café trinken möchte kann hier am Rathausmarkt gerne verweilen und das Hamburger Innenstadt-Flair genießen. Die Alsterarkaden in unmittelbarer Nähe können als Ausgangspunkt für eine Besichtigung zahlreicher Passagen und Arkaden in der westlichen Innenstadt genutzt werden. „Modehäuser, Boutiquen, Galerien, Antiquitätenshops, Cafés, Bistros, Weinlokale und Spezialitätenläden bieten ein Angebot gehobener Art.“ (Baedeker. 2013. 16. Aufl. S.269.) Nach einem Blick auf die Binnen– und Außenalster gehen wir erstmal wieder zurück Richtung St. Pauli. Nördlich der U-Bahn-Haltestelle St. Pauli liegt die Große Wallanlage, eine Grünfläche zum Relaxen, Sonne tanken und mit Spielplatz für Kinder. Am benachbarten Heiligengeistfeld wird gerade der Hamburger Dom aufgebaut, ein hier regelmäßig stattfindendes Volksfest mit historischen Ursprüngen im 11. Jahrhundert. (s. Wikipedia) Geht man ein Stück weiter nach Norden gelangt man schnell in das Karolinen– und Schanzenviertel. Die Stadtviertel haben hier viel Charme und sind durch eine eher alternative und linke Szene geprägt. In zahlreichen Cafés kann man dem bunten Treiben zuschauen. Nach einem „kurzen“ Schlenker am Sternschanzenpark und Wasserturm vorbei erreicht man später das Schulterblatt.

„Der ungewöhnliche Straßenname stammt von dem Schulterblatt eines Wals – dem Schmuckstück einer Gaststätte namens ‹‹Schulterblatt››, in der sich einst die hier ansässigen Walfänger trafen. Am Schulterblatt steht die ‹‹Rote Flora››, deren Werdegang charakteristisch für das Viertel und seine Bewohner ist. Einst war die Flora Konzertsaal und Varietébühne, dann Operettentheater und schließlich Kino. Ein in den 1980er-Jahren geplanter Umbau zum Musical wurde erst nach der Besetzung des Gebäudes und massiven Protesten ad acta gelegt .. und die bereits halbwegs abgerissene Flora von einer Kulturinitiative des Stadtteils übernommen.“ (Baedeker. 2013. 16. Aufl. S.283)

Nach einer Räumungsaufforderung seitens des Eigentümers im Dezember 2013 ist es Anfang Januar zu gewaltsamen Protesten und der Einrichtung eines polizeilichen Gefahrengebiets um die Flora gekommen. (s. Spiegel Online. 18.01.14)

Nach einer Erfrischung geht die Stadtbesichtigung, vorbei am Kaifu-Bad und der Christuskirche, den Isebek Kanal entlang. Wer dann gen Westen zur Außenalster möchte kann die Route durch das Jungfrauenthal wählen. Wo sich Jungfrauenthal und Hochallee kreuzen sieht man einen Phallus am Horizont erstrahlen. Doch geht hier alles recht gesittet zu, Jungfrauen wurden keine gesichtet und bei näherer Betrachtung erkennt man den Kirchturm von St. Nikolai. Hier mündet die Alster in die Außenalster, an deren Ufer man wieder hinunter Richtung Hauptbahnhof und Rathausmarkt flanieren kann. Schnell versteht man warum die Promenade hier Schöne Aussicht heißt.

Wer die Sicht auf Hamburg lieber naturverbunden und von außen genießen möchte, kann vom Rathausplatz das Ufer um die Außenalster herum spazieren. So oder so, einen Tag sollte man sich dafür schon Zeit nehmen.

Moin moin – Lust auf einen Hamburger?!

Wer einen Tag mit hanseatischen Flair genießen möchte, für den ist Hamburg die erste Adresse. Selbst Hügel und Täler kann der Interessierte hier bewundern – in St. Pauli auf der Reeperbahn…
Kurz nach dem Frühstück in den BAEDEKER geschaut und auf Entdeckungstour gegangen.
Man könnte sich natürlich auch eins von den Citybikes schnappen und los radeln, doch ohne Kreditkarte kann man sich bei der Bahn wohl nicht registrieren lassen. Doch zu Fuß sieht man eh viel mehr….

Im 16 Jhrd. Steht Hamburg unter dänischer Herrschaft, doch Kaiser Maximilian I. erhebt die Stadt in den Rang einer freien Reichsstadt. Damit unterstellt sich Hamburg dem Kaiser, die Rivalitäten zwischen Dänemark und dem aufstrebenden Handelsplatz HH in Europa bleiben bestehen.

1664 macht Friedrich III. Altona zur Stadt und ersten Freihafen Nordeuropas. (vgl. Baedeker. 2013.) Hier beginnt der Stadtspaziergang.

Vom westlichen Stadtrand aus begegnet man schicken Lifestyle, das Ganze umgeben von schönen Altbaufassaden. Wer hier einen Kaffee trinken möchte findet bestimmt irgendwo ein nettes Plätzchen. Wer mehr Geld ausgeben will kann Richtung Zentrum durch den benachbarten Stadtteil St. Pauli schlendern.

„Nachdem die Auseinandersetzungen mit den Dänen nicht aufhören, wird 1768 schließlich zwischen Hamburg und dem Haus Hostein der so genannte Gottorper Vergleich geschlossen: Hamburg verzichtet auf die Rückzahlung von dänischen Anleihen und wird im Gegenzug von den Dänen als ‹‹Kaiserlich Freye Reichsstadt›› anerkannt. (Baedeker. 2013. 16.Aufl. S.35)

Hamburg beginnt später eigenmächtig Überseehandel zu betreiben, was eigentlich den Kolonialmächten vorbehalten war. Ob man mit den Damen auf der Reeperbahn in St. Pauli gut feilschen kann  ist nicht gewiss. Wenn es ums Geld geht  verstehen ja die wenigsten Spaß.

Weiter im Zentrum angelangt erreicht man auf Höhe der Landungsbrücken einen Beichtstuhl. Hier kann man sich jetzt all seiner Sünden entledigen. Doch ganz so einfach scheint dies in St. Miachaelis, oder von den Hamburgern liebevoll Michel genannt, nicht zu sein. Hamburg erhält durch einen Freund Luthers (Johannes Bugenhagen) 1529 seine erste evangelische Kirchenordnung. So steht Luther höchstpersönlich in Metall gegossen vor diesem beeindruckenden protestantischen Kirchenbau. Ablass kann man wahrscheinlich bei der Turmbesteigung erhalten, diese kostet den Besucher regulär fünf Euro. Dafür hat man einen netten Blick auf den Hamburger Hafen und Hamburg an sich. Aber auch ein Blick in die Michaeliskirche hinein lohnt sich gewiss und man versteht wofür die Gemeinde Geld benötigt. Der Bau musste übrigens nach mehrfachen Zerstörungen wiederaufgebaut werden. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zum nächste Supermarkt bzw. der Hafenstadt.

Prachtvoll thront dort die Baustelle der Elbphilharmonie über unseren Köpfen, im Hintergrund die Kräne des Hamburger Hafens ins Abendlicht getaucht.

„Wer in Hamburg was auf sich hält, bezieht ein teures Loft in den avantgardischen Neubauten der HafenCity. Die gute Nachricht: Ein Bummel durch das neue Quartier tut´s auch.“ (Baedeker. 2013. 16.Aufl. S.206)

Im Tradionsschiffhafen ankern momentan anmutig anzuschauende Segelboote, doch „das Zentrum der HafenCity befindet sich westlich des Magdeburger Hafens.“ (Baedeker. 2013. 16.Aufl. S.208)

Doch zum Stadtkern, dem Rathausmarkt, sind es von hier nur ca. 800 Meter, vorbei an der Port Authority und den wunderschön rot verklinkerten Backsteinbauten der Speicherstadt.

 

Ein Blick auf Köln

wpid-2014-01-01-17.23.59.jpg

Köln ist immer einen Besuch wert. Man braucht nicht nur die 533 Stufen den 157 Meter hohen Dom zu besteigen, um einen guten Überblick auf die Kölner Veedel (Stadtviertel) zu erlangen. Direkt am Hauptbahnhof gelegen, lohnt auch ein Blick in das Innere des 873 geweihten Kölner Dom. Über der Schatzkammer glitzert ein goldener Schrein, angeblich mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige.

Wer mehr von der Stadt und ihrer Geschichte erfahren möchte kann in der Innenstadt bequem zu Fuß 12 weitere romanische Kirchen besuchen. Auf dem Weg dorthin gewinnt man außerdem einen ersten Eindruck des Stadtlebens.

Direkt am Dom ist die Tourist-Information mit ihrem Köln-Shop. Neben allerlei Nippes (Krims-Krams) sind hier u.a. das Kölsche Grundgesetz, ein Kölsch-Lexikon oder Museums-Ticket zu erwerben.

Ein Köln-Trip ohne Brauhaus-Besuch ist jedoch kaum vorstellbar. Das heimische Gebräu darf nur den Namen Kölsch tragen, wenn es auch in Köln gebraut wurde. Am besten man überzeugt sich selbst in einem der Brauhäuser vor Ort, lässt sich vom Zappes ein frisches Kölsch zapfen und vom Köbes (Kellner) schließlich in der Kölsch-Stange servieren.

Wer danach noch Zeit und Geld übrig hat kann danach am Rheinufer entlang durch die Altstadt laufen. Zu Fuß oder mit der Seilbahn über die Zoobrücke erreicht man den Rheinpark. Wer jetzt noch nicht ins Schwitzen gekommen ist sollte einen Besuch in der Claudius Therme in Erwägung ziehen. Sie ist direkt unter der Zoobrücke auf der schääl Sick (rechtsrheinisch) gelegen. Hier kann man sich mit Domblick und Sicht auf die Kölner Altstadt im warmen Thermalwasser laben und einer schönen Saunalandschaft wieder aufwärmen.

Auf dem Rückweg zum Hauptbahnhof lohnt sich ebenfalls der 360 -Blick von der Triangel-Aussichtsplattform. Für 3 € fährt der Fahrstuhl die 28 Stockwerke auf 160 Meter hinauf und dem Besucher wird ein wunderschöner Panorama-Blick auf Köln und seine Umgebung geboten.

Wieder unten angelangt braucht man von hier aus nur noch über die Hohenzollernbrücke den Eisenbahnschienen zum Köln HBF zu folgen. Auf der über 400 Meter langen Brücke sieht man wahrscheinlich ein Liebespaar auf der Suche nach einem freien Platz am Brückengatter, um ihr persönliches Schloss dort zu befestigen und den zugehörigen Schlüssel schließlich auf immer und ewig im Rhein zu versenken.

Kirchen-in-Koeln

Quer durch Deutschland kostengünstig mit dem Fernbus reisen

Wer noch zu Weihnachten oder anderen feierlichen Anlässen die buckelige Verwandtschaft besuchen möchte, fährt günstig mit dem Fernbus.
Seit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn Mitte Dezember können wir uns nicht nur auf weitere Verspätungen, sondern auch höhere Preise verlassen.
Vielleicht hat man ja Glück und findet spontan Restplätze für 26 €. Dem Glücklichen schlägt zwar keine Stunde, aber kann man sich hierauf verlassen?
Das Quer-durchs-Land-Ticket der Bahn kostet jetzt 44 € und für jede weitere Person 8 € Aufschlag, statt bisher 6 €.
Da lohnt sich die Reise mit dem Fernbus, wenn man für schlechten Service nicht mehr Geld ausgeben möchte.
Zahlreiche Busunternehmen sind den Wettbewerb angetreten und teilen die Routen durch Deutschland und der Welt untereinander auf.

Quelle: SZ
Quelle: SZ

Für den schnellen Überblick lohn sich ein Klick auf Wikipedia. Auf der Liste von Fernbuslinien in Deutschland  werden stets aktuell alle Verbindungen innerhalb der großen Städte mit den jeweiligen Anbietern aufgelistet.
Sie SZ zeigt das Streckennetz großer Busunternehmen in einer interaktiven Grafik an.
Zu guter Letzt wird man garantiert auf einer der zahlreichen Fernbus-Suchmaschinen fündig, wenn man den Schienenverkehr und das Portemonnaie etwas entlasten möchte.

Gute Reise!

Die besten Geschichten schreibt das Leben

image

Halle/S. – Der Staatsanwalt manipuliert Ermittlungsergebnisse und setzt seinen unfähigsten Mann an die Aufklärung eines Todesfalls?! Wer jetzt glaubt im falschen Film zu sein, der sollte einfach die Augen öffnen anstatt wegzuschauen.
Die Krimi-Romane von Stephan Ludwig spielen in Halle/S. und bieten so manch einem Hallenser einen Wiedererkennungseffekt. Der erste Teil seiner Krimi-Serien, “Zorn – Und und Regen”, mit dem Ermittlerduo Zorn und Schröder wird nun im Auftrag des MDR in Halle verfilmt. Ab 2014 wird der Film dann im Fernsehen zu sehen sein.
So lange können wir uns auf die echten Kriminalfälle in Halle konzentrieren.

image

Weimarer Impressionen

image

Ein Besuch in Weimar bietet viele Einblicke und lässt so einige Assoziationen zu. Die Stadt in der Goethe und Schiller gelebt und gestorben sind ist ein geschichtsträchtiger Ort in Deutschland. Mit der Ausrufung der Weimarer Republik entstand hier am 09.November 1918 erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland. Die Wirren und politischen-, wie auch wirtschaftlichen Herausforderungen jener Zeit brachten das vorzeitige Ende dieser Demokratie. Es folgte die Entstehung des Nationalsozialismus „mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933.“ (Wikipedia)

Johann Wolfgang von Goethe hat uns in Weimar auch eine Figur hinterlassen, die eine Wette mit Gott eingegangen ist, um Doktor Heinrich Faust vom rechten Wege abzubringen.

Wie man erkennen kann ist uns auch diese Gestalt erhalten geblieben. Die Politik spielt momentan wieder eine zentrale Rolle für unsere Nation, auch über unsere Grenzen hinaus. Ist es Teufelswerk, wenn CDU und SPD sich in momentanen Koalitionsverhandlungen auf eine Große Koalition einigen werden? Hieße dies zwei Jahre regieren und zwei weitere Jahre schwarz-rote Profilbildung auf Kosten des Fortschritts?

Goethe und Schiller haben uns in diesem Zusammenhang weit mehr hinterlassen, als auf den ersten Blick ersichtlich. In ihren gemeinsamen Texten beschreiben sie die Unfähigkeit einer bestimmten Personengruppe, ausschließlich der Sache zu dienen. In Über den Dilettantismus schreiben sie dass „Unvollkommenheit und „Mittelmäßigkeit“ .. den Dilettanten .. [auszeichnen], weil er „sich auf subjektiven Irrwegen [verliert]“.

„Alle dilettantischen Geburten […] werden nur die Neigung und Abneigung ihres Urhebers ausdrücken.“(Schiller, s.Wikipedia)

Derzeit wird über eine Große Koalition verhandelt. Die Bundestagswahl am 22. September hat gezeigt dass 34,1 % der Wähler Schwarz (CDU) sehen, 34,3 % sehen Rot (SPD 25,7 %; Linke 8,6 %). Rot ist in der Mehrheit (rot-rot-grün = 51,1 % / schwarz-schwarz-grün = 46,9 %) und dennoch finden die zwei roten Parteien nicht zueinander. Worum geht es dann bei der Regierungsbildung, ist eine Große Koalition etwa besser für Deutschland und seine Nachbarn?

Zwei große Koalitionen (1966/ 2005)haben vorgemacht, dass Parlamentarier, die nach eigenem Gewissen und Überzeugung votieren, zu Gunsten der Gehorsamen den Kürzeren ziehen.

„In einer Großen Koalition [gehen] die Einflussoptionen einzelner Parlamentarier und zahlenmäßig schwacher Gruppen deutlich zurück, da sich ihr Verhinderungspotential angesichts der breiten parlamentarischen Mehrheit vermindert. Wenn Regierung und Fraktionsführung bei knappen Mehrheitsverhältnissen um jede Stimme kämpfen müssen, sind die Chancen dissentierender Abgeordneter größer, zumindest eine teilweise Berücksichtigung ihrer Position erreichen zu können.“ (Gast u. Krahenpohl. 2008. In: bpb)

Auch in den 60er Jahren ging es schon ums Geld, die CDU/ CSU konnte sich mit Ludwig Erhard mit der FDP nicht auf einen gemeinsamen Haushaltsausgleich einigen. Die FDP-Minister verließen die Regierung, die CDU drängte den Kanzler zum Rücktritt. Sein Nachfolger Kurt Georg Kiesinger koalierte schließlich mit der SPD. Nach der verlorenen Vertrauensfrage von Kanzler Schröder 2005 wurden verschieden-farbige Koalitionsoptionen ausgeschlossen, so dass es wieder zu einem schwarz-roten Bündnis kommen musste. Schröder durfte das Zepter an Angela Merkel übergeben, die es bis heute fest in der Hand hält.

Weimar liegt in Thüringen, was einen wunderschönen Ausblick auf eine Regierungszusammenarbeit zwischen CDU und SPD bereit hält. „Oh, schauriges Thüringen“ titelt DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe (No. 43).

Die große Koalition in Erfurt existiert seit 2009 und scheint unter Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) immer wieder für ein Skandal gut zu sein. Hier scheint es dass die gegenseitige Blockade durch Personal- oder Parteiinteressen dem Volke dienlicher ist, als gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

DIE ZEIT berichtet: Wirtschaftsminister Machnig (SPD) fühlt sich, zu recht oder nicht sei zunächst einmal dahin gestellt, von der Regierungschefin Lieberknecht (CDU) bei ihrer Genehmigung einer üppigen Pension öffentlich „arglistig getäuscht“. Später setzt er nach und ist „fassungslos“ über die Personalpolitik der Landeschefin. Machnigs SPD-Chef und Theologe Matchie verliert nach dem Auftritt vor der Bundestagswahl öffentliche Aufmerksamkeit zu Gunsten seines Parteifreundes. Kurze Zeit später steckt Wirtschaftsminister Machnig selbst in einer Nebenverdienst-Affäre. Kurze Zeit später hat man hat in Thüringen noch Zeit sich mit weiteren Angelegenheiten zu beschäftigen, jetzt geht es um „den neuen Staatskanzleichef Jürgen Gnauck (CDU)“. Auch hier geht es wieder um Geld, er ist im Rechtssteit um eigene Bezüge und „verklagt gerade seine eigene Behörde“.

„Weil Zwietracht herrscht, wird aus einem Affärchen eine Affäre. Wie lange kann man so weiterregieren? Muss diese Koalition nicht allmählich scheitern?“ (s. Machowecz, In: DIE ZEIT 17.10.13. S.15)

Schauen wir uns mal die zukünftige Sitzverteilung im Parlamentshaus in Berlin an, hier sehen wir zunächst einmal das einstige Weimarer Wohnhaus von Johann Wolfgang von Goethe, der mit Schiller Über den Dilettantismus geschrieben hat.

image

 

Mehr dazu:

Abschlussbericht Wanderurlaub Tegernseer Tal

Anreise und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zum Tegernseer Tal.

Wer preisgünstig verreisen will, dem bietet der Fernbus eine gute Alternative zur Deutschen Bahn. Auf der Seite Busliniensuche.de kann man sich die gewünschte Verbindung für die Reise suchen. Trotz Bahncard 25 in Kombination mit Sparangeboten kann die Bahn mit MeinFernbus.de nicht konkurrieren. Dies gilt nicht nur für den Preis, auch der Service auf Achse ist durchaus vergleichbar. Günstige Snacks und Getränke (fair gehandelter Kaffee, 0,5 l. Softdrinks, Wasser und Apfelschorle für 1,50 €) an Bord, kostenlose Nutzung des W-Lans und Steckdosen sind inklusive. Toiletten sind vorhanden, auch wenn bei längeren Fahrten eine ca. halbstündige Pause an der Autobahnraststätte gemacht wird. Der Fahrplan wurde bei Hin- und Rückfahrt eingehalten, Stau auf der Autobahn war jedoch keiner. Ein kleiner Zeitpuffer für eventuelle Anschlüsse kann also nicht schaden.

Für knapp 6 €  kann man also von Halle/S. auf der Schiene nach Leipzig Hbf  gelangen, um dort am ZOB in Bahnhofsnähe für 18 € in den Fernbus mit Stopp in Nürnberg nach München zu steigen. Am ZOB München besteht die Möglichkeit, an der gegenüber liegenden S-Bahn Station Hackerbrücke eine Station zum Hbf zu fahren, oder man geht einfach ca. 10 Minuten zu Fuß. Natürlich kann man auch im Biergarten gegenüber erstmal mit einem bayerischen Bier auf den anstehenden Urlaub anstoßen.

MeinFernbus-ZOB-Muenchen

München – Tegernsee

Mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) kann man nun für ca. 10 € zum Ort Tegernsee fahren, sollte aber unterwegs (in Holzkirchen) aufpassen bei der Umkoppelung des Zuges im richtigen Abteil zu sitzen.

Wer mit dem Zelt ins Tegernseer Tal will nimmt besser in München Hbf den Oberbayernbus der Linie 9551 und steigt nach 1,5 Std. in Rottach-Egern am Wallberg Campingplatz, Haltestelle Riedsäge, aus. Hier handelt es sich um einen wunderschön zwischen Tegernsee und Alpenausläufern gelegenen Campingplatz, bei dem man auch ohne Duschmarken so lange heiß duschen kann, wie es beliebt. Der Blick auf den Wallberg ist ebenfalls garantiert.

oberbayernbus

Um den Tegernsee – rund herum

Vom   Campingplatz aus kann mit dem Bus in jede Richtung fahren, um zu den anliegenden Gemeinden oder Ausgangspunkt einer Bergwanderung zu gelangen. Die Ringlinie 9559 fährt um den Tegernsee herum, hält an den Bahnhöfen Gmund und Tegernsee. Zahlreiche Busverbindungen schaut man sich am besten auf der Webseite des Regionalverkehrs Oberbayern, Region Tegernsee, an.

Vom Wallberg Camping aus fahren die meisten Busse von der Station Weißach Bücke in Rottach-Egern ab, die man gemütlich in 20 Minuten zu Fuß erreicht. Plant man keine Übernachtung in den Bergen, sollte man sich rechtzeitig los machen und auf die Abfahrtszeiten der Busse an den entlegenen Stationen, vor allem an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, achten. Oder man plant seine Touren so, dass man abends in Bad Wiessee oder Tegernsee ankommt. Die Haltestellen dort werden auch zu später Stunde angefahren.

Beliebter Ausgangspunkt für Tagestouren ist der Parkplatz bzw. die Haltestelle Wildbad Kreuth, wo die CSU ihre Klausurtagungen abhält. Schafft man es am Ende einer Tour bis hierhin zurück, stehen die Chancen gut, von anderen Wanderern mit dem Auto auf der B 307 zurück in die Zivilisation mitgenommen zu werden.

Entlang der Bundesstraße 307 von Rottach-Egern am Tegernsee in südliche Richtung über Kreuth gibt es zahlreiche Parkplätze und Bushaltestellen, um die umgebenden Berghütten und Gipfel an der Grenze zu Österreich stürmen zu können.

Ein ebenfalls wunderschönes Gebiet südöstlich von Rottach-Egern am Tegernsee erreicht man mit dem Auto oder Buslinie 9560 über Enterrottach. Vorbei an der Moni Alm kreuzt die Fahrstraße die Via Alpina, um über Valepp zum Spitzingsee zu gelangen. Und wer nicht campen möchte, kann natürlich in der Jugendherberge Kreuth oder einer der zahlreichen Gasthäuser oder (Luxus-) Hotels übernachten. Nicht umsonst haben zahlreiche Prominente ihre Residenz am Tegernsee.

Sonnenuntergang

Tipp: Was wäre ein Besuch am Tegernsee ohne die Visite im Tegernseer Bräustuberl?! Neben Bier und Brezn sollte man unbedingt das Almbauernbrot der Bäckerei Tremmel in der Südlichen Hauptstraße 26 in Rottach-Egern probieren, wenn man es gern würzig mag.

Marienplatz München

image

Der Zwischenstopp in München auf dem Heimweg nach Halle/S  wird für eine Stadtbesichtigung genutzt. Ich muss meinem Sitznachbar im Bus wohl recht geben, die wahrscheinlich schönste Metropole in Deutschland.

Für 40 Cent in der Stadtinformation am Marienplatz einen handlichen Stadtplan geschnappt und die Zeit in München für eine Sightseeing-Tour genutzt:

Um den Zwischenstopp in München zu nutzen haben wir den Reiseplan für einen 5-stündigen Aufenthalt in der bayerischen Landeshauptstadt ausgelegt – und es hat sich gelohnt. Mit einem Stadtplan in der Hand haben wir vom Hbf aus die Peripherie des Stadtzentrums angesteuert, später den Kreis von Nord nach Süd zurück langsam enger gezogen.

Durch den Alten Botanischen Garten am Justizpalast Richtung Wittelsbacher Brunnen ging es durch den Maximiliansplatz. Ein kurzer Linksschwenk führt in der Brienner Str. durch das Herz Bayerns. Vorbei an der Bayerischen Landesband, diversen Landes- und Bankverbänden, der Börse, Notaren und Kanzleien wurde der Karolinenplatz überquert, um einen künstlerisch- architektonischen Augenschmaus zu erleben. An der Glyptothek haben wir uns rückseitig wieder Richtung Osten orientiert, um zwischen Alter und Neuer Pinakothek  und St. Ludwig zum Englischen Garten zu gelangen. Fasziniert von der anmutenden Schönheit dieses Parks waren auch wir dazu geneigt, uns an diesem schönen Sonnentag zu den anderen Besuchern an das Ufer des Eisbachs und dort hinein zu begeben, der an verschiedenen Stellen den Englischen Garten durchfließt. Doch es galt noch viel zu entdecken und auch ein Fernbus wartet nicht auf verspätete Passagiere. Hinter dem Biergarten am Chinesischen Turm haben wir schließlich den Park verlassen und über die Max-Joseph Brücke die Isar überquert. Auch am Ufer der grün schimmernden Isar sieht man viele Leute baden und möchte sich eigentlich auch hier gerne dazu legen. Über den Kabelsteg schlendert man förmlich durch die Isar und beneidet rechts und links die Badegäste am Ufer um dieses saubere, kühle Nass. So ein schönes Ambiente mitten in der Stadt. An der Ludwigsbrücke konnten wir uns am Isartor vorbei wieder zum inneren Zirkel zählen. Der Viktualienmarkt ist am Sonntag leider nicht so belebt, dafür aber umso mehr der Marienplatz mit seinen Straßenkünstlern. Vorbei am Neuen Rathaus und der Frauenkirche (Dom Zu Unserer Lieben Frau) haben wir einen Blick in die Jesuitenkirche St. Michael geworfen, um hinter dem Karlsplatz wieder am Justizpalast vorbei zum Hbf. zu gelangen. Dabei haben wir gemerkt, München ist durchaus eine Besichtung wert.

München

Nach einer entspannten Busfahrt sind wir am ZOB München an der Hackerbrücke mit leichter Verspätung angekommen. Manche haben geschimpft dass das W-Lan im Fernbus nicht richtig funktioniert, selbst hab ich es nicht ausprobiert. Die Fahrt war entspannt, nach einer kleinen Stärkung am HBF steigen wir in den nächsten Bus 9551 für 10,90 € Richtung Tegernsee. Somit kommt man für unter 35 € von Halle/ Ostdeutschland mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die dt. Alpen.

Entspannen im Cafe Goldmund

image

Wer gemütlich in Halle einen Cafe mit selbst gebackenen Kuchen genießen möchte, kann dies ab sofort im Cafe Goldmund in der Eichendorffstraße 20 tun. Dabei kann man den beiden Entrepreneurs Maxi Richter und Clemens Heinemann zuschauen, wie sich ihr erstes eigenes Unternehmen in Halle entwickelt. Malerisch gelegen zwischen Reichardts Garten und dem Landesmuseum für Früh- und Zeitgeschichte lädt die neue Oase im Herzen Halles zum Verweilen ein… Und dies sage ich nicht nur weil ich die Zwei persönlich kenne.